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Storyworld

Eine neue Welt braucht auch neue Herrscher – und die Spieler ergreifen Partei: Mächtige, mutierte Tiervölker, zähe Überlebenskämpfer und technisch hochausgerüstete Mensch-Maschinen kämpfen um die Dominanz in dieser neuen Ära. Und darum, ihn zu vernichten: Den Mond. Den Drachen. TSUKUYUMI.

Geboren als Herrscher der Nacht, war Tsukuyumi ein mächtiges Götterwesen, ein Kami. Doch er verriet seinesgleichen, als er mit einem Bogen aus Drachenbein und einem Pfeil aus Licht die Göttin der Nahrung tötete. Zur Strafe wurde er auf ewig an den Nachthimmel verbannt.

Äonen der Einsamkeit ließen den Kami ermüden, bis er schließlich einschlief und umhüllt von Gestein, Asteroiden, Kometen und Sternenstaub zu dem wurde, was die Menschen “Mond” nannten.

Die Menschheit begann die Kami, von denen sie einst erschaffen wurden, zu fürchten und zogen aus, um die alten Götter zu vernichten.  Als diese begriffen, was geschah, war es bereits zu spät: Ars Humana - die Ära des Menschen auf der Erde war angebrochen.

Die Geheimnisse um die Kami wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

Technischer Fortschritt machte den Mond immer zugänglicher. Im Jahr 2078 wagten die Japaner von ihrer Mondstation "Doragon" aus schließlich den entscheidenden Vorstoß. Die Kami-Jäger sollten eine Lanze mitten ins Herz Tsukuyumis treiben, um ihn ein für alle Mal zu vernichten. Doch die Lanze traf ihr Ziel nicht, sondern blieb nur in der Flanke des Drachen stecken – die Mission scheiterte. Drei Tage später landete die Notkapsel der einzigen überlebenden Astronautin auf japanischem Gebiet.

Ihre Botschaft: „Er ist erwacht. Der Drache kehrt zurück.“

Langsam aber stetig näherte sich der weiße Drache der Erde, um Rache zu nehmen – noch immer gefangen in seiner Hülle aus Sternenstaub. Zunächst hielt man es für ein kosmologisches Problem, war interessiert und berichtete in den Medien darüber. Doch schon bald wich das Staunen der Angst. Die Gezeiten wurden stärker, die Erdbeben häufiger. Endzeitstimmung ergriff von den Menschen Besitz, aber weder Panik, noch Gewalt, noch rauschhafte Exzesse konnten die Berührung der beiden Himmelskörper verhindern.

Ein Beben erfasste alles und in wenigen Momenten versanken Landmassen, wurden andere emporgehoben. Knirschend und splitternd kehrte sich das Unterste zuoberst.

Der Mond hinterließ eine Schneise der Zerstörung, zerschnitt ganze Landzüge, zerbrach Kontinentalplatten, ließ Berge zersplittern und zeriss seine Hülle an den eisigen Gipfeln des Himalaya.

Dann kam er, gewaltige Erdwälle vor sich herschiebend und Wassermassen verdrängend auf dem kahlen, morastigen Boden des Pazifik zu liegen. 

Nichts ist mehr wie zuvor. Dort, wo einst das mächtige Weltmeer wogte, bilden nun angehobene Erdmassen den trockenen, kargen Schauplatz an dem das neue Zentrum der Macht ruht.

Der Rand des Kraters türmt sich zu einem tausende Meter hohen Gebirge aus Landmasse und Erdkruste auf, das nur noch vom Mond selbst überragt wird – der mit seinen rund 3.000 Kilometern Durchmesser weit über die Erdatmosphäre hinausreicht.

Ein tiefer Graben zieht sich von Asien über Europa und Nordamerika bis hin zum Pazifik. Die großen Zentren menschlicher Zivilisation sind von der Erde getilgt. Menschen, Tiere und fruchtbare Erde sind begraben unter dem salzigen Morast, mit dem die riesige Flutwelle die Landmassen überzog. Ehemalige Inseln, wie die des japanischen Archipels, ragen seither als feine Felsnadeln aus dem kargen Ozeanboden – die ausgestorbenen Häfen kilometerweit über dem trockenen Meeresgrund.

Die Nacht ist finster geworden. Die Menschheit ist nahezu ausgelöscht. Nur versprengte Gruppen, selten größer als 100 Personen, kämpfen um das nackte Überleben und klammern sich an jede noch so kleine Hoffnung. Die Natur hat sich verändert – sie schlägt zurück – und der Mensch muss wieder lernen, was es bedeutet Beute zu sein. Klima, Landschaft, Lebensumstände, alles ist extremer geworden. Im Norden und Süden schieben sich riesige Eismassen über die Kontinete, der grüne Gürtel des Äquators wurde von der Flut vertilgt und das Land besteht nur noch aus kargen, eisigen Ebenen und hitzetrockenen Steppen. 

Mitten im Chaos ruht Tsukuyumi und wartet auf seine Befreiung. Er, der einst das Leben erschaffen hatte, erschafft sich nun eine Armee aus zerstörerischen Kreaturen, die zäher, stärker und überlebensfähiger sind, als alle Erdenwesen zuvor.

Wo immer seine Pheromone auf Leben treffen, setzen sie eine rasante Evolution in Gang. Doch sein Plan geht nicht auf. Während Menschen, die ihm zu nahe kommen, seinem Bann verfallen und zu hochintelligenten aber destruktiven Onis werden, widersetzen sich andere Lebewesen seinem Einfluss. Seine stärksten Gegner sind seine eigenen Schöpfungen: unter ihnen die Insektenschwärme der Dark Seed, die Schweineherden der Boarlords, die Biester der Children Of The Lion und die massigen Landwale der Lords Of The Lost Sea. 

Der Pazifikboden, eine von tiefen Erdrissen durchzogene Hügellandschaft, ist ein einziges Schlachtfeld: wer die Kontrolle über den Mond erringt, erringt zugleich die Kontrolle über die neue Welt. So kämpfen die verschiedensten Fraktionen von Menschen und evolutionär weiterentwickelten Tierwesen darum, Tsukuyumis Einfluss abzuschütteln, darum, als die dominanteste Spezies aus dem Kampf hervorzugehen und darum, der neuen Ära ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken.